Paläobiologische Systemforschung

Molekulare Paläobiologie: Der neue Fossilbegriff

Die Molekularbiologie hat die Biologie revolutioniert und gilt heute als eine "Zukunftsdisziplin". In ähnlicher Weise beginnt sich in der Erforschung der Geobiosphäre ein molekularer Zweig als höchst innovatives Forschungsgebiet zu etablieren. Ausgangspunkt der molekularen Paläobiologie sind alle Arten von organischen Chemofossilien, die als Überreste früherer Lebewesen in Gesteinen überliefert sind. Organische Chemofossilien speichern Informationen über die ursprünglichen Organismen, ihre Umwelt (einschließlich des Klimas) und die in den Sedimenten abgelaufenen Umsetzungsprozesse. Die Entschlüsselung dieser Informationen hat entscheidende Fortschritte gemacht und wirkt inzwischen in zahlreiche Gebiete der Geobiosphären-Forschung hinein. Eine weitere rasche Entwicklung dieses Arbeitsgebietes ist abzusehen.

Abb. 3. Biomarker als chemische Fossilien sind eine unschätzbare Informationquelle für die Paläoökologie und die Evolution.

                                          

 

Zentrale Aufgaben:

 

Paläontologie - eine vernetzte Wissenschaft