Evolution und Biodiversität: Der Pluralismus der Natur

Im Verlauf der Evolution hat sich in 4 Milliarden Jahren die Artenvielfalt entwickelt, wie wir sie heute vorfinden. Dabei bildeten sich die unterschiedlichsten Baupläne und Anpassungen aus, mit denen sich die Organismen in ihrer Umwelt zu behaupten versuchen. Unter der Wirkung der Selektion entwickelten sich aus bewährten Bauplanprinzipien vielfältige Modifizierungen und führten zu einer generellen Diversitätszunahme in der Erdgeschichte. Weder die fossilen noch die lebenden Organismen sind in ihrer Vielfalt auch nur annähernd dokumentiert. Durch die Eingriffe des Menschen wird heute vielen Lebewesen die Lebensgrundlage entzogen. Viele Arten sind stark bedroht oder bereits ausgestorben. Die Beurteilung natürlicher Zustände wird in vielen Fällen nur noch aus den Dokumenten der Erdgeschichte durchgeführt werden können.

Abb. 7. Die Diversitätsentwicklung in der Erdgeschichte läßt sich in drei evolutive Gruppen (kambrische, paläozoische und moderne Fauna) teilen. Von den vielfältigen Parametern die Einfluß auf die Diversitätsentwicklung haben können sind hier die Meeresspiegel- und Temperaturentwicklung, die Änderungen in der Solarstrahlung und in den O2- und CO2-Partialdrücken dargestellt. Trotz der 5 großen Massenaussterben nahm die Artenvielfalt in der Erdgeschichte bis in das Quartär zu. Um das heutige Niveau zu erreichen, benötigte die moderne Fauna etwa 250 Millionen Jahre (Datenbasis nach Sepkoski 1990).
  

Wichtige Fragen dazu sind:

 
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