Ozean, Atmosphäre und Biosphäre: Das dynamische Klimasystem der Erde

Die Paläoklimaforschung hat die Aufgabe, die natürlichen, nichtanthropogen gesteuerten Veränderungen des Klimas zu rekonstruieren, sowie die das Klimageschehen beeinflussenden Prozesse und Wechselwirkungen zu untersuchen und zu bewerten. Klimaforschung und Klimaprognosen sind ohne Paläoklimaforschung nicht denkbar und sind essentiell, um computergestützte Klimamodellrechnungen zu testen und zu validieren. Wesentliche Grundlage der Paläoklimaforschung sind die fossilen Organismen und deren Vergesellschaftungen, die Klimaverhältnisse und ihre Variabilität mit höchster zeitlicher Auflösung (Monate, z.T. Tage) dokumentieren.

Abb. 13. Die Klimavariabilität der letzten 5 Millionen Jahre ist durch mehrfache Abkühlungsereignisse gekennzeichnet, die durch das Schließen der Straße von Panama eingeleitet werden. Die Zunahme der Eisschilde führte zu einer Verstärkung des Gradienten zwischen den Warm- und Kaltzeiten, der bis in die letzte Eiszeit anhielt.

 

 

Abb. 14. Vereinfachte Darstellung der Komponenten des Klimasystems und der Wechselwirkungen

 

Wichtige weiterführende Fragen dazu sind: Validierung von Klimamodellen durch paläobiologische und paläogeologische Daten

  

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